Pferde Physiotherapie & Osteopathie


Massage

Massagen beim Pferd? Bringt das denn was?

Genau wie Menschen können Pferde an Muskelverspannungen leiden. Solche Muskelverspannungen werden z.B. durch Fehlbelastungen und Fehlstellungen verursacht, die ihrerseits beispielsweise durch Verletzungen oder Überbeanspruchung entstehen können. Auch beim Pferd sind da Massagebehandlungen sehr wirksam. Neben dem Vertrauen, dass durch die Berührung mit den Händen des Physiotherapeuten/ der Physiotherapeutin geschaffen wird, wird auch noch die Durchblutung und somit der Kreislauf und der Stoffwechsel angeregt. Außerdem löst eine Massage auch bei einem Pferd ein angenehmes Wohlgefühl aus.

Und wann sind die Anwendungen von Massagen sinnvoll?

Neben der reinen Wohlfühlmassage, die dem Pferd immer gut tut, können Pferdemassagen dann sinnvoll sein, wenn ein Pferd verletzt ist und deshalb im Training sehr geschont werden muss: Um den starken Muskelabbau zu stoppen, werden Massagen angewendet. Die guten Effekte von Massagen auf die Muskulatur kann man sich auch zu Nutze machen, um bei ohnehin schon fitten Tieren weitere Leistungssteigerungen zu bewirken. Außerdem können durch Massagen die Ausschüttung von Stresshormonen abgesenkt, die Wundheilung von Verletzungen beschleunigt und sogar Schmerzen gelindert werden. Für speziellere Heilungszwecke kann eine Massage auch mit Lymphdrainagen, Dehnungen oder Akupressur kombiniert werden.

Nicht sinnvoll oder sogar schädlich sind Massagen bei akuten Verletzungen und Entzündungen.

Und wie läuft so eine Massage ab?

Generell gibt es verschiedene Massagetechniken. Bei einer kompletten Massage werden die meisten dieser Techniken miteinander kombiniert, aber auch die Anwendung einzelner Griffe kann manchmal schon kurzfristig weiterhelfen, etwa bei einem Turnier, wenn für eine Komplettmassage die Zeit fehlt. Generell wird eine Massage mit der Effleurage-Technik eingeleitet. Dabei streicht die Pferdetherapeutin/ der Pferdetherapeut mehr oder weniger kräftig über die Körperpartien, um beim Pferd zunächst mal Vertrauen aufzubauen. Da wirkungsvolle Massagen zwischendurch etwas schmerzhaft sein können, wird diese Technik auch mitten in der Massagebehandlung angewendet, damit sich das Pferd nach anstrengenderen Phasen erholen kann. Diese anstrengenderen Phasen bestehen in der Regel aus den Techniken der Petrissage - Kneten der Partien zwischen den Händen oder Walken der Partien durch Aufdrücken auf die Knochen unter dem Gewebe, Friktion - Reiben des Gewebes mit mehr oder weniger Druck und Tapotements - schnelles Klopfen auf die jeweiligen Partien.